Die aktuelle Arbeitslosigkeit in Deutschland

Neue Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland – Die günstige Arbeitsmarktentwicklung hält an!

Durch die Herbstbereinigung ist die Arbeitslosigkeit nach dem Sommer gesunken. Zwar gab es durch die Saisonbereinigung einen minimalen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr; trotzdem hält die günstige Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland an. So sind im September 88.000 Menschen weniger arbeitslos im Vergleich zum Vormonat, deutschlandweit suchen 2.708.000 nach einem Job. Das ist ein Rückgang von 0,2 Prozentpunkten im Vergleich zum August und somit 6,2%. Allerdings ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich leicht gestiegen. 2014 waren 100.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Arbeitslosigkeit, Erwerbslosigkeit und Unterbeschäftigung in Deutschland

Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit nach Saisonbereinigung im Vergleich zum Vormonat um 2.000 leicht erhöht. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mit zählt, hat sich saisonbereinigt um 12.000 verringert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im September 2015 auf 3.510.000 Personen. Das sind 182.000 weniger als im Jahr davor.

Die nach dem ILO (International-Labour-Organization) – Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im August 2015 1,83 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 4,4 Prozent.

Unterschied Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitsmarktstatistik nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) und die Statistik nach dem ILO-Erwerbsstatuskonzept unterscheiden sich im Bezug auf die Definition von Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit im Detail.

In beiden Fällen zählen Personen zu Arbeitslosen oder Erwerbslosen, wenn sie ohne Arbeit sind, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sowie Arbeit suchen. Trotzdem fällt die Arbeitslosigkeit der SGB-Arbeitsmarktstatistik höher aus als die Erwerbslosigkeit des ILO-Erwerbsstatuskonzepts. Der Grund dafür ist die unterschiedliche Definition der Begriffsmerkmale.

Hier gibt es Unterschiede:

  • Erhebungsmethoden
  • Altersabgrenzung
  • Aktive Arbeitssuche
  • Verfügbarkeit
  • Das Ein-Stunden-Kriterium

Laut ILO zählt jeder als erwerbstätig, der pro Woche wenigstens eine Stunde erwerbstätig war. Zudem reicht bereits die Suche nach einer Tätigkeit von wenigstens einer Stunde, um als Erwerbsloser zu gelten. Im Gegensatz dazu wird die Arbeitslosigkeit im Sozialgesetzbuch auch bei einer Beschäftigung von weniger als 15 Wochenstunden nicht ausgeschlossen. Das SGB fordert aber die Suche nach einer Beschäftigung von mind. 15 Stunden pro Woche.

  • Teilnahme an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung für Arbeitssuchende

Insgesamt erhielten 764.000 Personen im September 2015 Arbeitslosengeld. Das sind 62.000 weniger als im Vorjahr. Im September 2015 waren 799.000 Personen als arbeitslos gemeldet, was im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres 86.000 weniger sind.

Der Großteil der Bezieher von Arbeitslosengeld II ist nicht arbeitslos, sondern mindestens 15 Wochenstunden erwerbstätig, betreut klein Kinder, pflegt Angehörige oder befindet sich noch in Ausbildung. Auch hier wurde ein Rückgang um 2000 Personen auf 4.344.000 im Vergleich zu September 2014.

Arbeitskräftenachfrage in Deutschland

Auch die Mitarbeiternachfrage steigt. Diesen September waren mit 600.000 Stellen und damit 81.000 mehr ausgeschrieben als im Vorjahr. Besonders gefragt sind zurzeit Arbeitskräfte in der Metallerzeugung und -bearbeitung, im Metallbau, Verkauf sowie Verkehr und in der Logistik. Auch in den Berufsfeldern Maschinen und Fahrzeugtechnik, Mechatronik sowie Energie- und Elektrotechnik werden verstärkt Arbeitskräfte gesucht.

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) stellt einen Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Bundesrepublik Deutschland dar. Sein Anstieg um einen Punkt auf derzeit 195 Punkte unterstreicht den Aufwärtstrend in der Arbeitsmarktentwicklung Deutschlands zusätzlich.

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